What’s goes!

12 Uhr Mittag und mein penetranter Wecker klingelt ungeduldig. Mir wird auf einmal ganz warm und mein Herz beginnt zu rasen. Mit beiden Händen umklammere ich meinen Kopf, aus Angst es könnte ihn jeden Moment in tausend kleine Teile zersprengen. Krampfhaft befreie ich mich mit aller Gewalt aus dem Deckenwirrwarr. Luft, ich brauche Luft!

Nach einer Weile versuche ich mich ein kleines Stückchen aufzurichten. Keine gute Idee.
Schluck für Schluck versorge ich meinen ausgetrockneten Mund mit etwas Flüssigkeit, in der Hoffnung dass mein Zustand etwas stabiler wird.

Kurze Zeit später verfalle ich erneut in einen Dämmerschlaf, doch auch das erneute Erwachen ändert nichts an der Situation zuvor.
Mein Magen ist weiterhin der Ansicht, ich sollte ihn auf keinen Fall überfordern.
Ich bleibe also liegen und gebe mich meinen Gedanken hin.

„Mensch Laura, was war das gestern für ein Abend. Gerade mal 21 und du liegst nach einem Spieleabend mit Freunden im Bett und packst es dir mal wieder Null. Wann lernst du endlich zwischendurch auch ein Glas Wasser zu dir zu nehmen. Scheiß Kater! Ich trinke nie wieder…“

Unfassbar wie lange doch so ein Abend von mir erstmal verarbeitet werden muss. Und ebenso unglaublich, dass es einfach keine Erfindung gegen solch einen gemeinen Kater gibt.

Lebst du schon wieder? – Lauraaaaa….. – Ruf sofort zurück! – Wie lange ging’s denn noch? – Krass hat’s mich noch zerlegt als ich zuhause war.

Eine Nachricht nach der anderen kommt nun zum Vorschein und diverse Anrufe in Abwesenheit werden von meinem Handy ausgespuckt.
Aber in der Ruhe liegt die Kraft, also wird nun eine nach der anderen beantwortet und der erste Rückruf getätigt, um den gestrigen Abend noch einmal im Schnelldurchlauf zu erleben.

Ich befinde mich immer noch in Liegeposition und fühle mich wie ein kleiner umgedrehter Käfer, der nicht mehr in der Lage ist sich zu helfen und aufgeregt rumstrampelt.
In solch einem Moment denk ich mir nur noch : Hey Laura, what’s goes!

Es sind Semesterferien und ich könnte doch stattdessen ganz andere Dinge tun.
Zum Beispiel hätte ich ein Praktikum machen können, wie die meisten Kommilitonen in den Ferien.
Ich könnte wie eine Freundin für 3 Monate nach Tel Aviv gehen und dort als Werkstudentin arbeiten.
Andererseits würde sich so ein halbjähriges Praktikum in Kapstadt, wie es meine andere Freundin macht, bestimmt auch toll im Lebenslauf machen.
Oder aber ich hätte mich, wie zwei Kumpels, mal für ein Auslandssemester in Schweden oder Budapest bewerben können.

Momentan kann ich also nur noch dazu sagen : What’s goes!
Immerhin scheint es mir da nicht als einzige so zu gehen, wenn sogar die Orsons diesen Zustand beschreiben.

Hingegen würde ich jedoch so einen lässigen Abend mit meinen engsten Freunden, unserem Bruder Frangelico und einer Runde Halli Galli niemals gegen irgendwas anderes eintauschen wollen – auch wenn ich das vielleicht nicht in meinen Lebenslauf schreiben kann.

Mit viel Liebe für meine Besten.

La Milia

Mein Name ist Laura. Ich bin 24 Jahre alt und ein waschechtes Münchnerkindl. Mit meiner Website La Milia will ich euch einen Blog bieten, bei welchem für Jeden etwas dabei ist. "Der Sinn des Lebens, ist zu leben." Dies entspricht meiner Lebenseinstellung, weshalb ich euch die schönen Dinge nahebringen werde, die meinen Alltag jeden Tag einzigartig machen.

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