NEFELI

Zunächst eine kleine Zusatzinformation.
Ihr Mädels kennt sicher das Problem, das Frau hat, wenn das Kleid zu durchsichtig ist, oder nicht lang genug. Was also in diesem Fall tun? Richtig, wir ziehen einfach den schlichten, schwarzen Bleistiftrock drunter.
An meinem ersten Abend im Nefeli, dem meiner Meinung nach besten Griechen Münchens, hatte ich weder ein durchsichtiges, noch ein zu kurzes Kleid an. Den Bleistiftrock lies ich daher zu Hause, aber hierzu später mehr…

Seit Jahren verbringe ich meine besten und gemütlichsten Abende dort. Egal, ob es sich dabei um ein Geburtstagsessen, ein Essen mit der Familie, einen Silvesterabend, oder aber einen feuchtfröhlichen Abend mit meinen Mädels handelt. Das letztere trifft jedoch am häufigsten zu.
Für mich haben es die Griechen in der Gastro am meisten drauf. Jeder Gast wird begrüßt, als würde man sich schon ewig kennen, Ouzo und Nachtisch werden ohne Aufforderung, als Aufmerksamkeit des Hauses serviert und um Mitternacht steigt noch immer eine kleine Party. Herrlich!

Unsere Samstagabende, sowie auch dieser liefen folgendermaßen ab:
20:30 Uhr. Ein Haufen Mädels, der sich zur Feier des Tages in Schale warf, eigentlich keinen Grund zum Feiern hatte, es aber trotzdem krachen ließ.

Nachdem wir alle der Reihe nach herzlichst empfangen wurden, bestellten wir sofort unseren Vino – Achtung! Hier für euch zum Mitschreiben: Ein Wort. WEINFLAT!!! –
Den ganzen Samstag Abend lang stehen sowohl ein Fass vom roten, sowie eines vom weißen Hauswein bereit, mit welchem man die traditionellen Kupferkännchen immer wieder frisch auffüllen kann. Für unschlagbare 7 Euro!

Nachdem wir uns dann mit den köstlichsten Speisen unsere Bäuchlein füllten, hatten wir eine perfekte Grundlage.
– Das denke ich mir immer dort, aber die Überraschung kommt unverhofft oft. –
Das Essen ist wirklich ein Traum! Das kann ich euch, nach meinen unzähligen Malen dort, garantieren.

An diesem Abend, landete an unserem Tisch nach dem Essen jedoch noch ein Gast. Der Ouzo. Unerfahren, wie wir zu diesem Zeitpunkt noch waren, stillten wir unseren Durst mit einer Runde nach der anderen zusammen mit dem Vino, in der Hoffnung, dass unsere Knoblauchfahne nicht mehr bis zum Nebentisch reichte.
Seit diesem Abend kann ich Ouzo weder schmecken, noch riechen. Aber das wissen die reizenden Herren im Nefeli natürlich, weshalb Sie uns seitdem Pfirsichschnaps servieren.

Ein weiteres Highlight bei meinem Lieblingsgriechen ist die Bauchtänzerin am Wochenende. Nachdem die Gäste Ihr Essen genießen konnten, erscheint zu späteren Stunde der Traum der Männer.
Servietten fliegen, Teller werden zerschmissen und die Party geht los!

Genauere Details kann ich euch hierzu nicht mehr geben. Ich erfahre auch erst immer am darauf folgenden Tag, dass die Tanzlehrerin in mir durchkam und steil ging.

Die Wahrscheinlichkeit, im Anschluss noch weiter zu ziehen, die liegt bei 50%.
An diesem Abend waren wir gegen 3 Uhr Nachts schlicht und ergreifend zu fertig.
Wir zahlten also anständig unsere Rechnung und verließen das Lokal.
Allerdings schafften wir es gerade einmal bis nach draußen und ließen uns auf den Stufen vorm Eingang nieder.
Da saßen wir nun, 5 Weibsen, die schrill durch die sommerliche Nacht gackerten und sich gegenseitig auslachten, bis zu dem Zeitpunkt, als die Kellnerin uns bat, wir wollen doch bitte sicher nach Hause kommen, um die Nachbarschaft nicht zu wecken.
Wir zogen also weiter und gelangten auf die gegenüberliegende Straßenseite.
Von diesem Fußmarsch wurde jedoch Zweien von uns so warm, dass sie sich wegen dieser Anstrengung erstmal auf den kühlen Straßenboden legen mussten. Die anderen beiden hatten nach ihrem Gyros-Flash immer noch Hunger und machten auf dem Gehweg noch ein kleines Picknick mit ihrer Haselnussschokolade, die wie aus dem Nichts herbeigezaubert schien.
Und ich? Ich versuchte mich lallend bei einer Nachbarin für unsere Lautstärke zu entschuldigen. Weiter ging die Reise in Richtung Ubahn.
Aber da war doch noch was… Ich hatte doch noch was vergessen… Mein Rock!!!

„Määääddlls!!! HAALT STOOOPPPP!! Meein Roockk is weg!! Isch hab mein Rock vergesssnn…“

Rock?

Richtig, wer von euch nun aufgepasst hat, der stellt fest: Ich habe ein Kleid getragen.
Dieser Rock existierte also an diesem Abend nicht. Da ich mir jedoch einzubilden schien, ich hätte ein Kleid angehabt, unter welchem ich immer einen Rock trug, dachte ich zu diesem Zeitpunkt, ich hätte Ihn im Lokal gelassen.

Weitere 15 Minuten heulte ich also meinen Mädels vor, ich hätte meinen Rock verloren, bis wir es zu Ubahn schafften.

Die Ubahn fuhr jedoch um diese Uhrzeit nicht mehr.

Ein Taxi musste her…

Was nun geschah, wäre Material für eine weitere Kurzgeschichte, wenn ich mich detailgenau erinnern könnte. So viel weiß ich jedoch:
Der Kater, der mit mir am nächsten Tag erwacht, sprengt mir nach jedem Besuch dort zwar das Hirn weg, jedoch würde ich keinen Abend mit meinen Liebsten missen wollen. Mehr wird an dieser Stelle nicht mehr verraten.

Wenn Ihr es also mal krachen lassen wollt und Ihr auch so geniale Freunde habt, die mit euch eine Nacht zum Tag werden lassen, dann ab ins Nefeli! Leider habe ich es auch das letzte Mal nicht geschafft noch mehr Fotos für euch zu schießen, da der Pfirsichschnaps wieder einmal zu schnell an unserem Tisch stand… der schmeckt einfach zu gut!
In diesem Sinne – Jamas!

In Liebe,

Eure La Milia

Taverne Nefeli
Berger-Kreuz-Straße 26
81735 München
Telefon 089 – 450 802 69.
Mo – Sa: 17:00 – 01:00
So u. Feiertag: 11:30 – 01:00

P.S.: An meine Medis, falls Ihr das lesen solltet – was ich für euch hoffe! : Ich liebe Euch.

Mein Name ist Laura. Ich bin 24 Jahre alt und ein waschechtes Münchnerkindl. Mit meiner Website La Milia will ich euch einen Blog bieten, bei welchem für Jeden etwas dabei ist. "Der Sinn des Lebens, ist zu leben." Dies entspricht meiner Lebenseinstellung, weshalb ich euch die schönen Dinge nahebringen werde, die meinen Alltag jeden Tag einzigartig machen.

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